
Baum- und Heckenschnitt im Frühling
01. April 2025Worauf muss ich achten?
Der Frühling ist da, die Natur erwacht – und mit ihr die Bäume und Hecken im eigenen Garten. Wer jetzt zur Schere greift, um Sträucher und Gehölze in Form zu bringen, sollte dabei nicht einfach drauflosschneiden. Denn beim Baum- und Heckenschnitt im Frühjahr gibt es einiges zu beachten – von gesetzlichen Vorgaben über den richtigen Zeitpunkt bis hin zur richtigen Schnitttechnik.
1. Gesetzliche Vorgaben: Was ist erlaubt?
Zuerst das Wichtigste: Zwischen dem 1. März und dem 30. September gilt laut Bundesnaturschutzgesetz ein radikales Schnittverbot für Bäume, Hecken, lebende Zäune und Gebüsche. Das bedeutet: Ein starker Rückschnitt oder gar das vollständige Entfernen ist in diesem Zeitraum verboten, um brütende Vögel und andere Tiere zu schützen.
Erlaubt sind jedoch:
- Pflegeschnitte zur Gesunderhaltung der Pflanzen
- Formschnitte, wenn keine Nester oder Tiere gestört werden
Tipp: Schau vor dem Schnitt einmal genau hin, ob sich bereits ein Vogelnest oder andere tierische Bewohner in der Hecke verstecken.
2. Der richtige Zeitpunkt im Frühling
Der beste Zeitpunkt für einen Frühjahrs-Rückschnitt ist der späte Februar bis Anfang März, also vor dem Austrieb, aber oft noch bei mildem Wetter. Wer es im März verpasst, kann im Frühling nur noch kleinere Korrekturen und Formschnitte vornehmen.
Warum so früh?
Ein früher Schnitt fördert einen kräftigen Neuaustrieb und verhindert, dass die Pflanzen zu viel Energie in altes, geschädigtes Holz stecken.
3. Tipps für den Heckenschnitt
- Verwende saubere, scharfe Werkzeuge – das schützt die Pflanze vor Krankheiten.
- Forme Hecken oben schmaler als unten („Trapezschnitt“), damit auch die unteren Bereiche genug Licht bekommen.
- Nicht zu stark zurückschneiden, sonst treiben viele Hecken nur spärlich nach – besonders Koniferen wie Thuja oder Scheinzypresse
4. Bäume richtig schneiden
Bei Bäumen ist etwas mehr Know-how gefragt. Achte auf folgende Punkte:
- Entferne tote, kranke oder sich kreuzende Äste.
- Schneide möglichst nah am Astring (dem leicht verdickten Bereich am Ansatz eines Astes).
- Große Äste sollten mit der Dreischnitt-Technik entfernt werden, um das Abreißen der Rinde zu vermeiden.
Wichtig: Vermeide bei frostigem Wetter oder direkter Sonneneinstrahlung zu schneiden – beides kann den Schnittstellen schaden.
5. Schnittgut richtig entsorgen
Kleinere Mengen können kompostiert oder gehäckselt werden. Größere Mengen gehören auf den Grünschnittplatz oder in die Biotonne – je nach örtlicher Regelung. Manche Städte bieten im Frühjahr auch Abholtermine für Gartenabfälle an.
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